Was kostet eine Zahnzusatzversicherung für ein Kind?
Die drei Kindertarife aus meinem Rechenbeispiel kosten für Kinder im Grundschulalter rund 18 bis 21 Euro im Monat (Stand Oktober 2026).
Diese Tarife bilden keine Alterungsrückstellungen. Der Beitrag steigt deshalb in Sprüngen, wenn Ihr Kind in die nächste Altersgruppe kommt, und später als Erwachsener deutlich.
Wählen Sie den Tarif trotzdem nach seiner Leistung bei der Spange aus. Zwischen dem besten und dem schwächsten der drei lagen bei derselben Behandlung bis zu rund 3.000 Euro, der Beitragsunterschied beträgt rund 3 Euro im Monat.
Zahlt der Tarif auch Aligner oder unauffällige Brackets?
Nur wenn der Tarif diese Mehrleistungen ausdrücklich versichert und die Methode zur Diagnose passt.
Die Methode wählt der Kieferorthopäde, nicht der Wunsch der Eltern. Rein ästhetische Korrekturen zahlt keine Zahnzusatzversicherung, denn erstattet wird nur, was medizinisch notwendig ist. Versicherer können kieferorthopädische Fälle begutachten lassen.
Achten Sie darauf, dass die Mehrleistungen auch bei Stufe 1 und 2 versichert sind. In einem der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel sind sie ausdrücklich nur ab Stufe 3 versichert. Reichen Sie den Behandlungsplan vor Beginn ein und lassen Sie sich die Leistung schriftlich bestätigen.
Muss der Kieferorthopäde eine Kassenzulassung haben?
Das hängt vom Tarif ab. Einer der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel zahlt nur, wenn die Praxis eine Kassenzulassung hat.
Dort muss außerdem der kassenfähige Teil über die Kasse abgerechnet werden, sonst entfällt der Anspruch. Die beiden anderen lassen die Wahl des Behandlers frei.
Wenn Sie schon wissen, dass Sie zu einer reinen Privatpraxis gehen möchten, gehört diese Frage vor den Abschluss.
Begrenzt eine Zahnstaffel die Leistung bei der Spange?
In den ersten Jahren ja. In allen drei Tarifen aus meinem Rechenbeispiel gilt die Zahnstaffel auch für die Kieferorthopädie.
Die Staffel begrenzt die Erstattung in den ersten drei bis fünf Jahren, im ersten Jahr auf 1.000 bis 1.500 Euro. Wer mit drei bis sieben Jahren abschließt, hat sie hinter sich, wenn die Hauptbehandlung mit 11 bis 13 beginnt.
Eine frühe Behandlung in den ersten Vertragsjahren trifft die Staffel dagegen. Bei einem Abschluss mit acht Jahren oder später lohnt es sich, nachzurechnen, wie viel im voraussichtlichen Behandlungsjahr noch gesperrt ist.
Zahlt die Versicherung auch Prophylaxe und Fissurenversiegelung?
Je nach Tarif ja. Für die Wahl entscheidend sind diese Leistungen nicht.
Die Kasse zahlt die Versiegelung der großen Backenzähne, nicht die der kleinen. Ein Kindertarif kann hier einspringen, wenn er die Versiegelung versichert.
Die Beträge sind klein und fallen regelmäßig an. Den Ausschlag gibt, was der Tarif bei der Spange in Euro zahlt.
Was passiert mit dem Vertrag, wenn mein Kind erwachsen ist?
Ein guter Kindertarif wird später zum Zahntarif für Erwachsene. Ob Ihr Tarif das vorsieht, prüfe ich vor dem Abschluss.
Dann zählen Zahnersatz, Zahnerhalt und Prophylaxe. Läuft der Vertrag weiter, ist später kein neuer Antrag nötig, in dem jede Füllung abgefragt wird.
Die Kieferorthopädie für Erwachsene ist in zwei der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel deutlich enger begrenzt.