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Gesundheit

Zahnzusatz­versicherung für Kinder

Bei der Zahnspange zahlt die Kasse nur den Standard und bei leichten Fehlstellungen gar nichts. Versichern lässt sich die Lücke nur, solange beim Zahnarzt noch nichts aufgefallen ist.

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4,75 von 5 · 256 BewertungenZusammengeführt von ProvenExpert · Stand 12.10.2026

Mädchen auf dem Behandlungsstuhl lächelt, eine Hand im Handschuh hält ihr Kinn, die Mutter schaut lächelnd zu
Worum es geht

Die Spange kommt oft, bezahlt wird sie selten ganz

Etwa jedes zweite Kind braucht eine Zahnspange. Viele Eltern erfahren erst beim Kieferorthopäden, dass die gesetzliche Kasse nur einen Teil zahlt und bei leichteren Fehlstellungen gar nichts.

Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann diese Lücke schließen, aber nur, wenn sie rechtzeitig abgeschlossen ist. Für Erwachsene, bei denen Zahnersatz und Implantate zählen, gibt es meine Seite zur Zahnzusatzversicherung.

Auf einen Blick

Was Eltern über die Zahnspange wissen sollten

1Früh abschließenab 3 Jahren

ideal vor dem Zahnwechsel und bevor ein Zahnarzt eine Fehlstellung vermerkt.

2Die Stufe zähltKIG 1 bis 5

Die Kasse zahlt erst ab Stufe 3, und dann nur den Standard.

3In Euro rechnenDer Deckel

Der Höchstbetrag eines Tarifs zählt mehr als sein Prozentsatz.

Grundlage sind §§ 28 und 29 SGB V und die Kieferorthopädie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Kosten als Größenordnung, Beiträge Stand Oktober 2026.

Das Wichtigste vorab

  1. Die Behandlung beginnt am häufigsten mit 11 bis 13 Jahren. Versichert werden muss Jahre vorher.
  2. Bei leichten Fehlstellungen, also Stufe 1 und 2, zahlt die Kasse nichts. Die Behandlung kostet dann rund 2.000 bis 7.000 €.
  3. Ab Stufe 3 zahlt die Kasse den Standard. Bessere Brackets, Aligner oder geklebte Retainer zahlen Sie selbst, rund 500 bis 2.500 €.
  4. Schon ein Verdacht beim Zahnarzt vor Vertragsbeginn kann den Schutz für die Spange kosten.
  5. Die drei Kindertarife meines Rechenbeispiels kosten für Kinder im Grundschulalter rund 18 bis 21 € im Monat. Ein guter Tarif sollte später als Zahnzusatz weiterlaufen können.
Was die Kasse zahlt

Die fünf Stufen der Kiefer­orthopädie

Die gesetzliche Kasse zahlt eine Spange nur, wenn die Fehlstellung Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht. Wie stark sie ist, stuft der Kieferorthopäde nach den kieferorthopädischen Indikationsgruppen in fünf Grade ein, kurz KIG 1 bis 5.

Die fünf KIG-Stufen und was die Kasse zahlt
AusprägungBeispieleKasse
KIG 1leichte Fehlstellung, meist ästhetischEngstand unter 1 mmKasse: zahlt nicht
KIG 2geringe Fehlstellung, oft schon behandlungsbedürftigEngstand bis 3 mm, Vorbiss bis 6 mm, KopfbissKasse: zahlt nicht
KIG 3ausgeprägte FehlstellungEngstand über 3 bis 5 mm, beidseitiger KreuzbissKasse: zahlt den Standard
KIG 4stark ausgeprägte FehlstellungVorbiss über 6 bis 9 mm, einseitiger KreuzbissKasse: zahlt den Standard
KIG 5extrem stark ausgeprägte FehlstellungVorbiss über 9 mm, Lippen-Kiefer-Gaumen-SpalteKasse: zahlt den Standard

Beispiele nach Anlage 1 der Kieferorthopädie-Richtlinie. Bewertet wird nach elf Befundgruppen, es zählt der schwerste Einzelbefund. Beim Vorbiss, wenn die oberen Schneidezähne vorstehen, gibt es keine Stufe 3. Bis 6 mm bleibt er Stufe 1 oder 2.

  1. Eigenanteil von 20 %

    Sie strecken 20 % der Kassenbehandlung vor, für jedes weitere gleichzeitig behandelte Kind unter 18 aus demselben Haushalt 10 %. Ist die Behandlung wie geplant abgeschlossen, zahlt die Kasse den Anteil zurück. Bricht sie ab, bleibt er bei Ihnen.

  2. Beginn vor dem 18. Geburtstag

    Erwachsene zahlt die Kasse nur bei schweren Kieferanomalien, die kombiniert kieferchirurgisch und kieferorthopädisch behandelt werden.

  3. Mehrleistungen vorher schriftlich

    Was über den Kassenstandard hinausgeht, muss die Praxis vor Behandlungsbeginn erklären und schriftlich oder elektronisch mit Ihnen vereinbaren. Die Kasse erstattet es nicht.

Die Lücke

Was Eltern selbst zahlen müssen

Die Lücke hat zwei Teile. Bei Stufe 1 und 2 ist die ganze Behandlung privat. Ab Stufe 3 zahlen Sie alle Mehrleistungen selbst.

Stufe 1 und 22.000 bis 7.000 €

trägt die Familie selbst, denn die ganze Behandlung ist privat.

Stufe 3 bis 5500 bis 2.500 €

für Mehrleistungen, die über den Kassenstandard hinausgehen.

Eigenanteil zum Vorstreckenrund 570 €

bei einer Kassenbehandlung von im Mittel rund 2.860 €. Er kommt nach dem Abschluss zurück.

Kosten als Größenordnung aus Marktübersichten. Kassenbehandlung und Eigenanteil nach der Auswertung einer Krankenkasse (Fälle 2018 bis 2023); aktiv behandelt wird im Mittel rund zweieinhalb Jahre.

  1. Typische Mehrleistungen

    Keramik- oder Kunststoff-Brackets, Mini-Brackets und farblose Bögen, eine innen liegende Spange, durchsichtige Schienen (Aligner), geklebte Retainer nach der Behandlung, die Versiegelung rund um die Brackets und die Funktionsanalyse des Kiefers.

  2. Welche Stufe es wird, weiß vorher niemand

    Ein Kindertarif sollte deshalb beide Teile der Lücke tragen: die ganze Behandlung bei Stufe 1 und 2 und die Mehrkosten ab Stufe 3.

Der Zeitpunkt

Warum der Abschluss früh kommen muss

Ein Tarif zahlt nur für Fehlstellungen, die bei Vertragsbeginn noch nicht absehbar waren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beginnt der Versicherungsfall schon mit der ersten Untersuchung, die eine Fehlstellung erkennen soll.

Zwei Wege, zwei Ergebnisse

Zwei Kinder, zwei Zeitpunkte des Abschlusses
Abschluss vor dem VerdachtMiaAbschluss nach dem VerdachtPaul
Vertrag abgeschlossenmit 4 Jahrenmit 8 Jahren
Erster Verdacht beim Zahnarztmit 9 Jahrenmit 6 Jahren
Die Spange kommtmit 12 Jahrenmit 12 Jahren
ErgebnisMia: versichertPaul: in der Regel nicht versichert, der Verdacht war vor dem Abschluss da

Die Kinder sind erfunden. Ideal ist der Abschluss ab etwa drei Jahren, wenn das Milchgebiss vollständig ist. Mit etwa sechs beginnt der Zahnwechsel, und ab dann zählt jeder Monat.

  1. „Ohne Wartezeit“ hilft bei der Spange kaum

    Ein Fall, der vor Vertragsbeginn eingetreten ist, bleibt ausgeschlossen. Tritt er erst nach Ablauf der Wartezeit ein, zahlt auch ein Tarif mit Wartezeit.

  2. Vor dem Abschluss die Patientenakte prüfen

    Fragen Sie beim Zahnarzt nach, ob dort schon ein Hinweis auf eine Fehlstellung steht. Ist eine Behandlung schon angeraten, geplant oder begonnen, ist sie nicht versichert, auch wenn der Antrag nicht danach fragt.

  3. Schon festgestellt? Dann ohne Kiefer­orthopädie

    Ein günstiger Tarif ohne diesen Baustein ist dann besser als ein teurer mit Ausschluss.

  4. Einen alten Kindertarif nicht vorschnell wechseln

    Ist schon etwas angeraten oder absehbar, geht der Schutz mit dem Wechsel verloren.

Sven Mocho
Mein Rat

Schließen Sie ab, solange beim Zahnarzt alles unauffällig ist. Im Erstgespräch prüfen wir, ob Ihr Kind voraussichtlich ohne Ausschluss versicherbar ist, und rechnen die Tarife in Euro.

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Tarifqualität

Worauf es im Tarif ankommt

Maßstab ist die höchste Erstattung, die ein Tarif bei einer Spange tatsächlich zahlt. Beitrag und Nebenleistungen zählen erst, wenn zwei Tarife hier gleichauf liegen. Gezahlt wird höchstens der kleinere Wert aus dem Prozentsatz der Kosten und dem Höchstbetrag.

Daran erkennen Sie einen guten Kindertarif

Prüfliste: guter Tarif und Warnsignal
So soll es seinGuter TarifDaran erkennen Sie esWarnsignal
Leistung bei Stufe 1 und 2Guter Tarif: Hoher Prozentsatz und ein Höchstbetrag, der eine ganze Behandlung trägtWarnsignal: Keine Leistung oder ein Abzug für eine fiktive Kassenleistung
Mehrkosten ab Stufe 3Guter Tarif: 100 % der Mehrkosten, Höchstbetrag mindestens 2.500 €Warnsignal: Niedriger Deckel nur für die Mehrleistungen
Art des HöchstbetragsGuter Tarif: Getrennte Töpfe für Stufe 1 und 2 sowie 3 bis 5, je VertragslaufzeitWarnsignal: Ein gemeinsamer Topf oder ein Deckel je Kalenderjahr
MehrleistungenGuter Tarif: Besondere Brackets, Aligner und geklebte Retainer ausdrücklich versichert, auch bei Stufe 1 und 2Warnsignal: Mehrleistungen nur ab Stufe 3
ZahnstaffelGuter Tarif: Bei frühem Abschluss abgelaufen, bevor die Behandlung beginntWarnsignal: Staffel über vier bis fünf Jahre bei Abschluss mit 8 oder später
AnnahmeGuter Tarif: Abschluss ohne Ausschluss der KieferorthopädieWarnsignal: Nur mit Ausschluss oder gekürzten Beträgen zu haben
BehandlerGuter Tarif: Freie Wahl, auch ein Kieferorthopäde ohne KassenzulassungWarnsignal: Nur mit Kassenzulassung, der kassenfähige Teil muss über die Kasse laufen
Für späterGuter Tarif: Läuft als Zahnzusatz für Erwachsene weiterWarnsignal: Umbau mit neuen Gesundheitsfragen nötig

Auch ein gemeinsamer Topf kann vorn liegen, wenn er hoch genug ist. Entscheidend ist die Rechnung in Euro. Die Bedingungen prüfe ich am Wortlaut.

In Euro gerechnet: drei Tarife, drei Ergebnisse

Nach den Bedingungen eines realen TarifsTarif A

90 % bei Stufe 1 und 2 ohne Höchstbetrag. Mehrleistungen ausdrücklich nur ab Stufe 3, zu 90 % und bis 2.000 €, Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag. Nur beim Kieferorthopäden mit Kassenzulassung.

Nach den Bedingungen eines realen TarifsTarif B

100 %, aber bei Stufe 1 und 2 werden pauschal 35 % als fiktive Kassenleistung abgezogen. Topf von 5.000 €.

Nach den Bedingungen eines realen TarifsTarif C

100 % für alle Stufen und Mehrleistungen. Ein gemeinsamer Topf von 5.000 € für alle Behandlungen, die vor dem 19. Geburtstag beginnen. Freie Wahl des Behandlers.

Was jeder der drei Tarife bei derselben Spange zahlen würde
Tarif ATarif BTarif C
Lina: Stufe 2, Behandlung 5.000 €4.500 €3.250 €5.000 €
Stufe 2, Behandlung 7.000 €6.300 €3.250 bis 4.550 €5.000 €
Stufe 2, 6.000 €, davon 1.000 € Keramik-Brackets4.500 €*3.250 bis 3.900 €5.000 €
Ben: Stufe 4, Mehrkosten 2.500 €2.000 €2.500 €2.500 €
Früh- und Hauptbehandlung, Stufe 2, zusammen 7.000 €6.300 €3.250 bis 4.550 €5.000 €

Bis rund 5.500 € privater Kosten liegt Tarif C vorn, darüber Tarif A, aber nur bei einer Standardbehandlung in einer Praxis mit Kassenzulassung. Tarif B liegt bei Stufe 1 und 2 in allen gerechneten Fällen hinten. Welche Behandlung kommt, weiß bei Abschluss niemand. Annahmen: Zahnstaffel abgelaufen, Behandlung medizinisch notwendig, Abrechnung bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung. * Keramik-Brackets bei Stufe 2 sind bei Tarif A strittig, gerechnet ohne die 1.000 € für die Brackets. Bei Tarif B ist offen, ob der Abzug vor oder nach dem Höchstbetrag gerechnet wird, deshalb eine Spanne. Fett ist der höchste Betrag je Fall, bei Gleichstand beide. Lina und Ben sind erfunden. Gerechnet nach dem Wortlaut der Bedingungen von drei realen Tarifen (Bedingungsstände 2020 bis 2026), gelesen im Oktober 2026.

Schritt 1: Früh klären

Alter Ihres Kindes, bisherige Zahnarztbesuche und ob in der Akte schon ein Hinweis steht.

Im Erstgespräch, rund 20 Minuten

Schritt 2: Den Tarif in Euro rechnen

Nach der Prüfliste: Leistung bei Stufe 1 und 2, Mehrkosten ab Stufe 3, Art des Höchstbetrags.

Nach dem Wortlaut der Bedingungen

Schritt 3: Den Antrag ehrlich beantworten

Angeratene, geplante oder laufende Behandlungen vollständig angeben.

Wir gehen die Fragen gemeinsam durch

Schritt 4: Im Leistungsfall: erst der Plan

Den Behandlungsplan vor Beginn beim Versicherer einreichen und die Zusage abwarten.

Vor dem ersten Behandlungstermin

Schritt 5: Mit Ihrem Kind mitwachsen

Ist die Spange vorbei, läuft der Tarif als Zahnzusatz weiter.

Ohne neuen Antrag, wenn der Tarif es vorsieht
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Ihr Check

Wann der Kindertarif passt und wann nicht

Spricht eher dafür

  • Ihr Kind ist jünger als sechs JahreDann ist der beste Zeitpunkt. Bis zur Hauptbehandlung ist die Zahnstaffel abgelaufen, und solange beim Zahnarzt nichts vermerkt ist, lässt sich die Kieferorthopädie in der Regel versichern.
  • Beim Zahnarzt war bisher alles unauffälligLassen Sie sich das vor dem Antrag bestätigen. Dann stehen die Chancen gut, die Spange noch ohne Ausschluss zu versichern.
  • Sie wünschen unauffällige Brackets oder AlignerSolche Mehrleistungen zahlt die Kasse in keiner Stufe. Der Tarif muss sie ausdrücklich versichern, auch bei Stufe 1 und 2.
  • Eine größere Rechnung würde Sie belastenBei Stufe 1 und 2 zahlen Sie alles selbst, rund 2.000 bis 7.000 Euro, meist über zwei bis drei Jahre verteilt.

Spricht eher dagegen

  • Eine Fehlstellung ist schon festgestelltDann ist sie nicht mehr versicherbar. Ein günstiger Tarif ohne Kieferorthopädie kann für Zahnerhalt und später den Zahnersatz trotzdem sinnvoll sein.
  • Ihr Kind hat schon einen KindertarifNicht vorschnell wechseln. Für schon Angeratenes verlieren Sie mit einem Wechsel den Schutz. Wir prüfen den alten Tarif nach der Prüfliste.
  • Ihr Kind wird bald 18Die Kasse zahlt nur, wenn die Behandlung vorher beginnt. In zwei der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel ist die Leistung für Behandlungen, die ab dem 18. oder 19. Geburtstag beginnen, deutlich enger.
  • Sie können die Behandlung selbst tragenEin Kindertarif kostet über zehn Jahre rund 2.200 bis 2.500 Euro, mit den Altersstufen eher mehr. Wer 5.000 bis 7.000 Euro für eine Behandlung zurücklegen kann, sollte gegenrechnen.

Nicht sicher, auf welcher Seite Sie stehen? Das klären wir gemeinsam im Erstgespräch. Erstgespräch anfragen (öffnet in neuem Tab)

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Gut versichert, bevor die Spange kommt.

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Häufige Fragen

Ehrliche Antworten

Was kostet eine Zahnzusatz­versicherung für ein Kind?

Die drei Kindertarife aus meinem Rechenbeispiel kosten für Kinder im Grundschulalter rund 18 bis 21 Euro im Monat (Stand Oktober 2026).

Diese Tarife bilden keine Alterungsrückstellungen. Der Beitrag steigt deshalb in Sprüngen, wenn Ihr Kind in die nächste Altersgruppe kommt, und später als Erwachsener deutlich.

Wählen Sie den Tarif trotzdem nach seiner Leistung bei der Spange aus. Zwischen dem besten und dem schwächsten der drei lagen bei derselben Behandlung bis zu rund 3.000 Euro, der Beitragsunterschied beträgt rund 3 Euro im Monat.

Zahlt der Tarif auch Aligner oder unauffällige Brackets?

Nur wenn der Tarif diese Mehrleistungen ausdrücklich versichert und die Methode zur Diagnose passt.

Die Methode wählt der Kieferorthopäde, nicht der Wunsch der Eltern. Rein ästhetische Korrekturen zahlt keine Zahnzusatzversicherung, denn erstattet wird nur, was medizinisch notwendig ist. Versicherer können kieferorthopädische Fälle begutachten lassen.

Achten Sie darauf, dass die Mehrleistungen auch bei Stufe 1 und 2 versichert sind. In einem der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel sind sie ausdrücklich nur ab Stufe 3 versichert. Reichen Sie den Behandlungsplan vor Beginn ein und lassen Sie sich die Leistung schriftlich bestätigen.

Muss der Kiefer­orthopäde eine Kassen­zulassung haben?

Das hängt vom Tarif ab. Einer der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel zahlt nur, wenn die Praxis eine Kassenzulassung hat.

Dort muss außerdem der kassenfähige Teil über die Kasse abgerechnet werden, sonst entfällt der Anspruch. Die beiden anderen lassen die Wahl des Behandlers frei.

Wenn Sie schon wissen, dass Sie zu einer reinen Privatpraxis gehen möchten, gehört diese Frage vor den Abschluss.

Begrenzt eine Zahnstaffel die Leistung bei der Spange?

In den ersten Jahren ja. In allen drei Tarifen aus meinem Rechenbeispiel gilt die Zahnstaffel auch für die Kieferorthopädie.

Die Staffel begrenzt die Erstattung in den ersten drei bis fünf Jahren, im ersten Jahr auf 1.000 bis 1.500 Euro. Wer mit drei bis sieben Jahren abschließt, hat sie hinter sich, wenn die Hauptbehandlung mit 11 bis 13 beginnt.

Eine frühe Behandlung in den ersten Vertragsjahren trifft die Staffel dagegen. Bei einem Abschluss mit acht Jahren oder später lohnt es sich, nachzurechnen, wie viel im voraussichtlichen Behandlungsjahr noch gesperrt ist.

Zahlt die Versicherung auch Prophylaxe und Fissuren­versiegelung?

Je nach Tarif ja. Für die Wahl entscheidend sind diese Leistungen nicht.

Die Kasse zahlt die Versiegelung der großen Backenzähne, nicht die der kleinen. Ein Kindertarif kann hier einspringen, wenn er die Versiegelung versichert.

Die Beträge sind klein und fallen regelmäßig an. Den Ausschlag gibt, was der Tarif bei der Spange in Euro zahlt.

Was passiert mit dem Vertrag, wenn mein Kind erwachsen ist?

Ein guter Kindertarif wird später zum Zahntarif für Erwachsene. Ob Ihr Tarif das vorsieht, prüfe ich vor dem Abschluss.

Dann zählen Zahnersatz, Zahnerhalt und Prophylaxe. Läuft der Vertrag weiter, ist später kein neuer Antrag nötig, in dem jede Füllung abgefragt wird.

Die Kieferorthopädie für Erwachsene ist in zwei der drei Tarife aus meinem Rechenbeispiel deutlich enger begrenzt.

Sven Mocho, Versicherungsmakler aus Ulm
Sven Mocho Fachwirt für Finanzberatung

Noch Fragen? Ich bin persönlich für Sie da.

Montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr beantworte ich Ihre Fragen persönlich. Ein Erstgespräch dauert rund zwanzig Minuten, am Telefon oder per Video. Wenn wir zusammenarbeiten, erreichen Sie mich auch über meine Kundenapp.

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