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Mitarbeiter absichern

Betriebliche Altersversorgung

Ihre Mitarbeiter haben Anspruch auf Gehaltsumwandlung in eine Betriebsrente, Ihr Zuschuss dazu ist Pflicht. Ich setze die bAV so auf, dass Haftung, Aufwand und Rechnung stimmen.

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Chefin mit grauem Haar und Brille steht am Besprechungstisch und spricht mit vier Mitarbeitenden in einem hellen Büro
Worum es geht

Warum die bAV in jedem Betrieb schon Thema ist

Jeder Mitarbeiter, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, darf verlangen, dass Sie einen Teil seines Gehalts in eine Betriebsrente umwandeln – soweit ein Tarifvertrag nichts anderes regelt. Das gilt auch in Teilzeit, in der Ausbildung und im Minijob; einen Anspruch hat jeder auf bis zu 338 Euro im Monat (2026). Weil Sie dabei Sozialabgaben sparen, legen Sie in der Regel 15 Prozent obendrauf. Bieten Sie weder Direktversicherung noch Pensionskasse oder Pensionsfonds an, kann der Mitarbeiter eine Direktversicherung verlangen, also einen Vertrag bei einem Lebensversicherer – auch wenn es schon eine Unterstützungskasse gibt. Den Versicherer wählen dann zwar Sie, aber nur noch als Antwort auf seine Forderung. Die Frage ist deshalb nicht, ob Sie sich mit der bAV befassen, sondern ob sie sauber aufgesetzt ist. Kleine Betriebe sind am schwächsten versorgt: Ende 2023 hatte in Betrieben unter zehn Beschäftigten nur jeder Vierte eine Anwartschaft auf Betriebsrente, über alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten etwas mehr als die Hälfte.

Für das, was Sie dem Mitarbeiter versprechen – die Zusage –, stehen Sie als Arbeitgeber ein, auch wenn ein Versicherer die Leistung auszahlt. Bei der üblichen Direktversicherung ist dieses Risiko gering; wo es konkret wird, steht unten bei den Fragen. Das zweite Risiko liegt im Gespräch: Beraten müssen Sie Ihre Mitarbeiter nicht von sich aus, doch was Sie freiwillig erklären, muss richtig und vollständig sein. Fragen eines Mitarbeiters zu seinem Vertrag laufen deshalb am besten über den Versicherer und seine Standmitteilung – erklären kann ich sie ihm gern.

Die Grundleistungen

Wie die Betriebsrente im Betrieb funktioniert

Direktversicherung

Von fünf Wegen ist sie für die breite Belegschaft kleiner und mittlerer Betriebe meist der passende – sofern kein Tarifvertrag einen anderen vorgibt. Die anderen vier sind Unterstützungskasse, Pensionskasse, Pensionsfonds und die Pensionszusage direkt über das Unternehmen. Sie schließen den Vertrag, Ihr Mitarbeiter ist versichert und bekommt die Rente direkt vom Versicherer. In Ihrer Bilanz taucht der Vertrag nicht auf.

Steuer- und abgabenfreier Beitrag

In der Direktversicherung bleiben bis 676 Euro im Monat steuerfrei, davon 338 Euro auch frei von Sozialabgaben. Die Grenzen gelten für alle Beiträge zusammen, Ihren Zuschuss eingeschlossen – und nur beim Hauptarbeitgeber, nicht im Zweitjob mit Steuerklasse VI. Das entlastet Mitarbeiter und Betrieb: Auf den umgewandelten Betrag fällt auch Ihr Anteil an den Sozialabgaben weg. Ihre eigenen Beiträge und Zuschüsse sind Betriebsausgaben. Die Beträge gelten für 2026 und ändern sich jedes Jahr.

Unterstützungskasse

Für Führungskräfte und Geschäftsführer, denen dieser Rahmen nicht reicht. Der umgewandelte Betrag ist hier ohne feste Obergrenze steuerfrei – begrenzt durch die Höchstleistung, die eine Kasse zahlen darf –, und bis 338 Euro im Monat auch sozialabgabenfrei. Die Kasse übernimmt die Verwaltung gegen Gebühr. Dazu kommen Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein, der bei einer Pleite des Arbeitgebers einspringt. Ein Nachteil trifft den Mitarbeiter: Er hat keinen Anspruch, die Versorgung zum nächsten Arbeitgeber mitzunehmen, und kann sie nach dem Ausscheiden nicht selbst weiterführen.

Pflichtzuschuss

Wandelt ein Mitarbeiter Gehalt in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds um, legen Sie 15 Prozent des Betrags dazu, soweit Sie Sozialabgaben sparen. Das gilt seit 2019 für neue Umwandlungen und seit 2022 auch für ältere. Ich rechne den Zuschuss auf die volle Umwandlung bis 338 Euro, 2026 also bis 50,70 Euro im Monat. Was Umwandlung und Zuschuss zusammen über 338 Euro hinausgeht, ist steuerfrei, aber sozialabgabenpflichtig. Ein Zuschuss, den eine alte Zusage schon vorsieht, erfüllt die Pflicht nicht automatisch.

Überschaubare Verwaltung

Sie führen die Beiträge ab, melden Mitarbeiter an und ab und geben jedem seine Zusage einzeln in Textform, also etwa per E-Mail mit Empfangsbestätigung. Schriftlich muss es sein, wenn der Mitarbeiter es verlangt oder Ihr Betrieb etwa im Bau oder in der Gastronomie tätig ist. Je nach Anbieter läuft die Verwaltung über ein Online-Portal. Die Auskünfte, die ein Mitarbeiter verlangen kann, deckt im Kern die jährliche Standmitteilung des Versicherers ab.

Neue Regeln

Was sich 2026 und 2027 ändert

Automatische Umwandlung per Betriebsvereinbarung

Seit dem 22. Januar 2026 gilt der größte Teil des Zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetzes. Seitdem können Sie auch ohne Tarifvertrag einführen, dass jeder Mitarbeiter automatisch Gehalt umwandelt, solange er nicht widerspricht – vorausgesetzt, die Gehälter in Ihrem Betrieb sind nicht üblicherweise tariflich geregelt. Ihr Zuschuss beträgt dann mindestens 20 statt 15 Prozent. Das Angebot geht spätestens drei Monate vor der ersten Umwandlung in Textform an die Mitarbeiter; widersprechen können sie mindestens einen Monat lang, aussteigen später mit höchstens einem Monat Frist. Weil es dafür eine Betriebsvereinbarung braucht, also einen Vertrag mit dem Betriebsrat, steht dieser Weg nur Betrieben mit Betriebsrat offen. Ob sich ohne Betriebsrat ein tarifliches Modell Ihrer Branche übernehmen lässt, prüfen wir im Einzelfall – die rechtliche Seite mit Ihrem Anwalt.

Kleine Anwartschaften leichter abfinden

Scheidet ein Mitarbeiter mit einem sehr kleinen Rentenanspruch aus, dürfen Sie ihn seit Januar 2026 bis zu höheren Grenzen als bisher mit einer Einmalzahlung abfinden. Mit seiner Zustimmung liegt die Grenze noch etwas höher, wenn der Betrag direkt in seine gesetzliche Rente fließt. Das hilft, Kleinstverträge aus Minijobs und kurzen Beschäftigungen aufzuräumen.

Fortsetzen nach Zeiten ohne Gehalt

Selbst weiterzahlen konnten Mitarbeiter in Zeiten ohne Gehalt schon bisher. Neu seit dem 1. Juli 2026: Wer den Vertrag ruhen lässt, kann ihn danach innerhalb von drei Monaten zu den alten Bedingungen fortsetzen. Das gilt nicht mehr nur nach der Elternzeit, sondern auch etwa nach langer Krankheit oder einem Sabbatical. Für eine eingeschlossene Berufsunfähigkeitsabsicherung gilt dieses Recht nicht.

Ab 2027: früherer Beginn, mehr Förderung

Ab dem 1. Januar 2027 können Mitarbeiter die Betriebsrente laut Gesetz schon verlangen, wenn sie vorzeitig eine gesetzliche Teilrente beziehen – bisher nur bei der vorgezogenen Vollrente, je nach Vertrag mit Abschlägen. Auch die Förderung für Geringverdiener wächst. Wenn Sie für einen Mitarbeiter mit bis zu 2.575 Euro Monatsbrutto selbst 240 bis 960 Euro im Jahr zusätzlich zum Lohn einzahlen, bekommen Sie heute 30 Prozent davon über die Lohnsteuer zurück. Das geht in Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds; der Pflichtzuschuss zählt nicht mit. Ab 2027 sind bis 1.200 Euro förderfähig, und die Einkommensgrenze steigt.

Die Unterschiede

Woran ich eine gute bAV erkenne

Den Rahmen setzt das Gesetz, und er gilt für jeden Anbieter gleich. Die Unterschiede entstehen bei Kosten und Anlage – und bei dem, was Sie als Arbeitgeber daraus machen. Auf diese sechs Punkte achte ich.

Kosten und Anlage

Ich setze auf Tarife, in denen ein weltweit gestreutes Portfolio zu niedrigen Kosten möglich ist. Verbraucherschützer halten Kosten unter einem Prozent im Jahr für einen sinnvollen Maßstab – daran messe ich die Angebote. Und ich achte darauf, dass der Vertrag vor Rentenbeginn schrittweise in sicherheitsorientierte Anlagen umschichtet.

Garantieniveau

Wie viel der Beiträge zum Rentenbeginn garantiert ist, entscheiden Sie mit der Wahl von Tarif und Zusage. Wenn Sie den Erhalt der Beiträge zusagen, braucht es einen Tarif mit voller Garantie. Seit der Höchstrechnungszins – der Zins, den ein Versicherer höchstens garantieren darf – 2025 auf 1,0 Prozent gestiegen ist, bieten erste Versicherer solche Tarife wieder an. Je niedriger die Garantie, desto mehr kann in Aktien fließen. Ihre Entscheidung halte ich schriftlich fest.

Zuschuss über die Pflicht hinaus

Zum echten Pluspunkt, der Mitarbeiter bindet, wird die bAV erst mit mehr als der Pflicht: etwa der Hälfte des Eigenbeitrags, einem festen Betrag im Monat oder einer eigenen Betriebsrente, gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit. Mit einem großzügigen Zuschuss lohnt sich die Umwandlung für den Einzelnen deutlich mehr.

Versorgungsordnung

In der Versorgungsordnung legen Sie fest, wer ab wann Ihre zusätzlichen Leistungen bekommt, über welchen Weg und Anbieter die bAV läuft und was Sie zuschießen. Den Anspruch auf Gehaltsumwandlung hat trotzdem jeder. Ohne Versorgungsordnung entscheiden Sie jeden Wunsch einzeln – und wer die Wahl den Mitarbeitern überlässt, hat schnell fünf Versicherer im Haus.

Mitnahme beim Jobwechsel

Nahezu alle Versicherer sind einem Übertragungsabkommen beigetreten. Wechselt ein Mitarbeiter, kann sein Guthaben auf Antrag ohne neue Gesundheitsprüfung und ohne neue Abschlusskosten zum Anbieter des neuen Arbeitgebers wechseln, wenn auch dieser beigetreten ist. Das Abkommen gilt für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, nicht für die Unterstützungskasse.

BU-Baustein

Eine Berufsunfähigkeitsabsicherung lässt sich einschließen, oft mit vereinfachten Gesundheitsfragen – für manchen die einzige Chance auf eine BU. Die Rente ist später voll steuerpflichtig und für gesetzlich Versicherte beitragspflichtig. Deshalb setze ich sie deutlich höher an als eine private. Der BU-Beitrag verbraucht Förderrahmen, der dann der Altersrente fehlt. Fällt der Beitrag in Zeiten ohne Gehalt weg, sinkt die BU-Rente – für die Differenz zur Zusage haften Sie, solange der Mitarbeiter nicht selbst weiterzahlt oder der Tarif den Schutz hält. Für gesunde Mitarbeiter halte ich eine private BU meist für die erste Wahl.

Warum über einen Makler

Was der Preisvergleich bei der bAV nicht fragt

Ein Preisvergleich zeigt Tarife und Beiträge. Was davor kommt, sieht er nicht – und dort entstehen die teuren Fehler. Die Beratung ist für Sie kostenfrei. Ich werde über die Courtage vergütet, also den Anteil am Beitrag, den der Versicherer dem Makler zahlt; ein Honorar nehme ich nicht.

Über mich
Risikoanalyse

Erst Tarifvertrag und alte Zusagen, dann das Angebot

Zuerst kläre ich, ob ein Tarifvertrag Weg, Anbieter oder Zuschuss vorgibt. Dann sehe ich mir Ihre bestehenden Zusagen an: Wird der Pflichtzuschuss tatsächlich gezahlt? Auslegungsfragen klärt Ihr Anwalt.

Erfahrung

Eine Versorgungsordnung, die jeder versteht

Seit 2021 bin ich zertifizierter bAV-Manager. Den Text der Ordnung erstellt Ihr Anwalt oder der Versicherer nach Muster; ich erkläre sie Ihren Mitarbeitern – samt Nachteilen.

Bedingungen

Ich lese nach, bevor ich empfehle

Kosten, Fondsauswahl, Garantiestufen und was der Tarif in Zeiten ohne Gehalt vorsieht, lese ich im Tarif nach, nicht im Prospekt.

Sven Mocho, Versicherungsmakler aus Ulm
Sven Mocho Fachwirt für Finanzberatung

Ich berate Sie gern persönlich

Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was Sie heute haben und wo etwas fehlt. Rund zwanzig Minuten, per Telefon oder Video-Call.

Häufige Fragen

Ehrliche Antworten

Was kostet mich die bAV als Arbeitgeber?

Bei der Gehaltsumwandlung zahlt der Mitarbeiter den Beitrag aus seinem Brutto, und Sie sparen auf diesen Betrag Ihren Anteil an den Sozialabgaben. Einen Teil dieser Ersparnis geben Sie als Zuschuss weiter: 15 Prozent des umgewandelten Betrags (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). Dazu kommt ein kleiner Aufwand in der Lohnabrechnung.

Was darüber hinausgeht, entscheiden Sie: ein höherer Zuschuss, eine eigene Betriebsrente oder die Förderung für Geringverdiener. Bei der Unterstützungskasse kommen Gebühren der Kasse und Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein dazu. Beiträge an den Verein zahlen Sie auch für eine Direktversicherung, die Sie allein finanzieren und bei der Sie sich den Widerruf des Bezugsrechts – also des Rechts des Mitarbeiters auf die Leistung – vorbehalten. Der Satz des Pensions-Sicherungs-Vereins schwankt von Jahr zu Jahr, ich weise ihn deshalb im Angebot als variabel aus.

Wo hafte ich als Arbeitgeber konkret?

Vor allem an drei Stellen wird es teuer. Vergessener Pflichtzuschuss: Fehlt er, schulden Sie ihn nach. Nur eine Unterstützungskasse: Damit ist der Anspruch auf Gehaltsumwandlung nicht erfüllt – ein Mitarbeiter kann stattdessen eine Direktversicherung mit Zuschuss verlangen. Zusage und Vertrag passen nicht zusammen: Verspricht die Zusage mehr, als der Vertrag leistet, tragen Sie die Differenz.

Die Zusage selbst ist eine Rechtsfrage; den Wortlaut stimmen Sie mit Ihrem Anwalt ab oder nutzen die Muster des Versicherers. Ich sorge dafür, dass der Vertrag zur Zusage passt, und dokumentiere, was wir besprochen haben.

Gilt bei uns ein Tarifvertrag – und was folgt daraus?

Ein Tarifvertrag kann festlegen, welche Teile des Lohns umgewandelt werden dürfen – im Baugewerbe etwa nur der Teil über dem Mindestlohn. Er kann auch Weg, Anbieter und die Höhe Ihres Zuschusses vorgeben und den Pflichtzuschuss sogar anders regeln oder ganz ausschließen. In manchen Branchen gibt es ein eigenes Versorgungswerk, also eine gemeinsame Einrichtung der Branche. Gilt kein Tarifvertrag, gestalten Sie im gesetzlichen Rahmen frei; einen Betriebsrat beziehen Sie ein.

Lohnt sich das für meine Mitarbeiter – und wo sind die Nachteile?

Der Vorteil heute ist groß. Ein Beispiel für 2026 (Steuerklasse I, gesetzlich versichert): Bei 4.000 Euro brutto kosten 100 Euro Umwandlung netto nur gut 50 Euro, und mit Ihrem Zuschuss fließen 115 Euro in die Vorsorge. Ehrlich dazu gehören vor allem drei Nachteile. Erstens wird die Betriebsrente im Alter voll versteuert, meist zu einem niedrigeren Satz als im Berufsleben. Zweitens zahlen pflichtversicherte Rentner Krankenkassenbeitrag auf den Teil über 197,75 Euro im Monat; Pflegebeitrag fällt oberhalb dieser Grenze auf die ganze Rente an. Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen ohne Freibetrag, privat Versicherte gar nichts. Drittens sinkt die gesetzliche Rente, weil umgewandeltes Gehalt beitragsfrei ist: 100 Euro Umwandlung über 40 Jahre kosten in heutigen Werten grob 40 Euro Rente im Monat. Auch Arbeitslosen-, Kranken- und Elterngeld richten sich nach dem niedrigeren Brutto.

In meinen Beispielrechnungen liegt die Betriebsrente aus demselben Geld samt Zuschuss deutlich über diesem Verlust. Ich rechne deshalb offen vor, was die bAV heute bringt und was sie später kostet.

Aus der Belegschaft

Was Ihre Mitarbeiter wissen wollen

Drei Fragen aus Sicht Ihrer Mitarbeiter. Die Antworten richten sich direkt an Ihre Mitarbeiter – „Sie“ meint hier also die Belegschaft.

Was passiert mit meiner Betriebsrente, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

Bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds geht Ihr Vertrag mit; eine Versorgung über eine Unterstützungskasse bleibt dagegen beim alten Arbeitgeber stehen. Der neue Arbeitgeber kann den Vertrag übernehmen, das Guthaben kann zu seinem Anbieter übertragen werden, Sie können privat weiterzahlen oder den Vertrag beitragsfrei ruhen lassen. Was Sie selbst umgewandelt haben, gehört samt Pflichtzuschuss vom ersten Euro an Ihnen. Was Ihr Arbeitgeber darüber hinaus zahlt, etwa einen freiwilligen Zuschuss, behalten Sie spätestens dann, wenn Sie nach Ihrem 21. Geburtstag gehen und die Zusage mindestens drei Jahre bestanden hat – man nennt das unverfallbar. Wenn Sie den Vertrag nach dem Wechsel als Versicherungsnehmer übernehmen und selbst weiterzahlen, ist dieser privat bezahlte Teil im Alter für Pflichtversicherte frei von Kranken- und Pflegebeiträgen.

Ist mein Geld sicher, wenn die Firma pleitegeht?

Bei Gehaltsumwandlung ja. Ihr Recht auf die Leistung aus der Direktversicherung kann Ihnen niemand mehr nehmen. Deshalb gehört der Vertrag nicht zur Insolvenzmasse, also nicht zu dem Vermögen, das bei einer Pleite an die Gläubiger geht. Hat Ihr Arbeitgeber allein bezahlt und sich den Widerruf vorbehalten, springt der Pensions-Sicherungs-Verein ein, sobald Ihr Anspruch unverfallbar ist – ebenso bei Unterstützungskasse und Pensionszusage. Und für den Fall, dass ein Lebensversicherer selbst in Schieflage gerät, gibt es einen gesetzlichen Sicherungsfonds.

Was passiert, wenn ich vor der Rente sterbe?

In der Regel geht das Guthaben an Ihre Hinterbliebenen: an Ihren Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner und an Kinder, für die Kindergeld bezogen wird. Ein Lebensgefährte, mit dem Sie zusammenleben, bekommt es nur, wenn Sie ihn rechtzeitig in Textform benennen – am besten gleich zu Beginn. Gibt es keinen dieser Hinterbliebenen, kann in der Direktversicherung ein Sterbegeld von bis zu 8.000 Euro an eine Person gehen, die Sie benannt haben. Was darüber hinausgeht – ohne Benennung das ganze Guthaben –, fällt an die Versichertengemeinschaft.

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