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Haftpflicht & Recht

Tierhalter­haftpflicht­versicherung

Für Ihren Hund und Ihr Pferd haften Sie auch dann, wenn Sie alles richtig gemacht haben. Das Gesetz fragt nicht nach Ihrem Verschulden – nur danach, wer das Tier hält.

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4,75 von 5 · 256 BewertungenZusammengeführt von ProvenExpert · Stand 12.10.2026

Golden Retriever läuft über eine herbstliche Wiese auf die Kamera zu
Worum es geht

Wenn Ihr Tier erschrickt, soll Sie das nicht Ihr Vermögen kosten

Ihr Hund oder Ihr Pferd gehört für Sie zur Familie. Dass Sie für Schäden, die es anrichtet, auch dann haften, wenn Sie nichts falsch gemacht haben, wissen die wenigsten. Und Ihre Privathaftpflicht deckt gerade diese beiden Tiere nicht.

Eine gute Tierhalterhaftpflicht ersetzt berechtigte Ansprüche und weist unbegründete für Sie zurück, notfalls vor Gericht. Sie gilt auch, wenn die Nachbarin mit Ihrem Hund geht oder jemand regelmäßig Ihr Pferd reitet und Ihr Tier dabei einem anderen schadet. Und sie springt ein, wenn ein fremder Hund Ihr Tier verletzt und dessen Halter ohne Versicherung nicht zahlen kann.

Auf dieser Seite sehen Sie, warum Sie ohne Verschulden haften, wer neben Ihnen haftet und mitversichert ist, wo Ihr Land eine Versicherung verlangt und woran Sie gute Bedingungen erkennen.

Auf einen Blick

Vom Schaden bis zur Zahlung

1Sie haftenohne Schuld

weil Sie das Tier halten, nicht weil Sie etwas falsch gemacht haben.

2Der Versicherer prüft2 Aufgaben

Er zahlt berechtigte Forderungen und wehrt unberechtigte ab, notfalls vor Gericht.

3Die Bedingungen11 Kriterien

entscheiden, ob voll gezahlt wird und ob Sie Geld bekommen, wenn Ihnen jemand schadet.

Das Wichtigste vorab

  1. Für Schäden durch Ihren Hund oder Ihr Pferd haften Sie auch ohne eigenes Verschulden, der Höhe nach unbegrenzt.
  2. Die Privathaftpflicht nimmt Hunde und Pferde aus. Katze, Kaninchen und Vögel trägt sie mit.
  3. Sicher versichert sind die Tiere, die im Vertrag stehen. Nachwuchs ist, wenn überhaupt, nur befristet mitversichert.
  4. Für Hunde ist die Haftpflicht in mehreren Bundesländern Pflicht, teils nur für bestimmte Hunde. Für Pferde gibt es keine Pflicht.
  5. Die Haftpflicht zahlt an andere, nicht für Ihr eigenes Tier. Die Ausnahme: Schadet Ihnen oder Ihrem Tier jemand, der weder versichert ist noch zahlen kann, hilft die Forderungsausfalldeckung.
Das Risiko

Sie haften auch, wenn Sie alles richtig machen

Wer ein Tier hält, haftet für dessen Schäden auch ohne eigenes Verschulden (§ 833 BGB). Der Grund ist die Unberechenbarkeit des Tieres: Es erschrickt, läuft los, beißt oder tritt. Eine Obergrenze kennt das Gesetz nicht. „Mein Hund tut nichts“ ist deshalb kein Einwand.

Hund und Kindrund 2.000 €

Ein frei laufender Hund erschreckt ein Kind. Es stürzt und verletzt sich am Kopf.

Pferd auf dem Feldrund 2.500 €

Ein Pferd bricht aus der Koppel aus und verwüstet das Feld des Nachbarn.

Hund und Fahrradrund 8.000 €

Ein Hund läuft vor ein Fahrrad. Der Radfahrer stürzt und bricht sich mehrere Rippen.

Geschätzte Schadenhöhen aus Beispielen der Maklergenossenschaft VEMA, Stand Oktober 2025, keine Tarifzusage. In keinem Fall kommt es auf einen Fehler des Halters an. Teuer wird es, wenn ein Mensch dauerhaft geschädigt bleibt. Dann kann die Haftung als Rente über viele Jahre laufen.

  1. Der Versicherer zahlt berechtigte Forderungen

    Er ersetzt Personen- und Sachschäden, die Ihr Tier anderen zufügt, mit ihren Folgen: Behandlung, Verdienstausfall und Schmerzensgeld, bei bleibenden Folgen auch eine Rente.

  2. Er wehrt unberechtigte Forderungen ab

    Er prüft, ob und in welcher Höhe Sie haften, und weist unbegründete Forderungen zurück, auch vor Gericht. Selten geht es darum, ob Sie haften, oft darum, wie viel.

  3. Die Ausnahme im Gesetz gilt nicht für Ihren Familienhund

    Für Haustiere, die dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Halters dienen sollen, kann sich der Halter entlasten, wenn er beweist, dass er sorgfältig aufgepasst hat oder der Schaden auch so entstanden wäre. Für den privat gehaltenen Hund und das Freizeitpferd gilt das nicht, auch nicht, wenn es einmal ein Preisgeld gewinnt. Eine Zucht im Nebenerwerb zählt nur dann zum Erwerb, wenn sie auf Gewinn angelegt ist und eine realistische Chance darauf hat (Bundesgerichtshof, Urteil vom 14.02.2017, VI ZR 434/15).

Wer haftet

Sie haften weiter, auch wenn andere aufpassen

Halter ist, wer über das Tier bestimmt, es unterhält und das Risiko trägt. Daran ändert sich nichts, wenn die Nachbarin Ihren Hund ausführt oder eine Reitbeteiligung Ihr Pferd reitet, also jemand, der es regelmäßig reitet und sich meist an den Kosten beteiligt. Eine Reitbeteiligung macht in aller Regel niemanden zum Halter. Wer für Sie auf Ihr Tier aufpasst, heißt Tierhüter.

Wer haftet und wer in Ihrem Vertrag mitversichert ist

Haftung und Mitversicherung von Halter, Tierhüter, Reitbeteiligung und Gastreiter
HaftungIm Rahmen Ihres VertragsMitversichert
Sie als HalterOhne Verschulden (§ 833 BGB)Ja, für die im Vertrag genannten Tiere
Privater Tierhüter, etwa die NachbarinZusätzlich, wenn er die Aufsicht durch Vertrag übernommen hat, auch stillschweigend. Er kann sich entlasten, wenn er nachweist, dass er sorgfältig war oder der Schaden auch bei Sorgfalt eingetreten wäre (§ 834 BGB). Hilft er nur aus Gefälligkeit, ist das umstrittenFür Schäden, die Ihr Tier Dritten zufügt. Seine eigenen Verletzungen häufig nicht
Gewerblicher Tierhüter, etwa eine PensionZusätzlich, weil er die Aufsicht vertraglich übernimmt, mit derselben EntlastungJe nach Konzept nicht, nur wenn kein anderer Schutz greift, oder nur bei kleinen Einzelbetrieben
ReitbeteiligungBeim Reiten wie ein Tierhüter (§ 834 BGB)In den Pferde-Konzepten meines Vergleichs ja. Ob sie mit Namen genannt sein muss und ihre eigenen Ansprüche mitversichert sind, regelt das Bedingungswerk
Gastreiter, Verleih ohne GeldJe nach Absprache wie ein Tierhüter, bei einem Gefallen umstrittenEbenso in allen Pferde-Konzepten meines Vergleichs. Ist in einem Vertrag nur der Gastreiter eingeschlossen, ist eine Reitbeteiligung nicht automatisch mitversichert

Deckungskonzept: ein Tarif mit Sonderbedingungen, die die Maklergenossenschaft VEMA mit einem Versicherer für ihre Mitglieder vereinbart hat. Wer genau mitversichert ist, steht im Bedingungswerk Ihres Vertrags.

  1. Aus der Rechtsprechung: Die Halterin bleibt Halterin

    Eine Reitbeteiligung zahlte 100 € im Monat, die Eigentümerin trug Stall, Futter, Tierarzt und Versicherung. Beim Reiten stürzte die Reitbeteiligung und verlangte von der Eigentümerin Schadenersatz. Das Gericht sah die Eigentümerin weiter als Halterin. Dass die Haftung stillschweigend ausgeschlossen war, verneinte es. Als Tierhüterin konnte die Reitbeteiligung nicht beweisen, dass sie sorgfältig war, der Hergang blieb offen. Ersetzt wurde die Hälfte des Schadens (Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil vom 29.03.2017, 4 U 1162/13).

  2. Ihre Reitbeteiligung eintragen und ihre Ansprüche klären

    Verlangt Ihr Vertrag den Namen der Reitbeteiligung, lassen Sie ihn eintragen. Klären Sie auch, ob versichert ist, wenn Ihr Pferd die Reitbeteiligung selbst verletzt. Gegen die Folgen eines eigenen Sturzes hilft ihr außerdem eine private Unfallversicherung.

  3. Hundepension und Hundesitter gegen Geld

    Ob Ihr Vertrag einen gewerblichen Tierhüter mitversichert, ist je nach Konzept verschieden. Fragen Sie deshalb nach seiner Betriebshaftpflicht.

Pflicht und Grenzen

Die Pflicht ist Ländersache, die Grenzen stehen im Vertrag

Eine Pflicht zur Haftpflicht für Pferde kennt kein Land. Für Hunde regelt jedes Bundesland die Pflicht selbst und unterschiedlich, ein Bundesgesetz gibt es nicht. Wo die Pflicht gilt, verlangt sie eine Mindestsumme, keine guten Bedingungen.

Pflicht fürAlle Hunde

In manchen Ländern braucht jeder Hund eine Haftpflicht.

Pflicht fürGefährliche Hunde

nach Rasse, nach einem Vorfall oder auf Anordnung der Behörde.

Pflicht fürGroße Hunde

Nordrhein-Westfalen etwa ab 40 cm Schulterhöhe oder 20 kg, dazu gefährliche Hunde.

Drei Formen, wie die Länder die Pflicht regeln. Die Regeln ändern sich, deshalb prüfe ich sie für Ihren Wohnort und wieder, wenn Sie mir einen Umzug melden. Quelle: Verbraucherzentrale, abgerufen September 2026.

  1. In meinem Vergleich nur Hunde und Pferde

    Katze, Kaninchen, Nager und Vögel trägt die Privathaftpflicht, solange Sie sie privat halten. Bei Esel, Nutztieren und exotischen Tieren entscheidet der Einzelfall.

  2. Kein Geld für Schäden an Ihrem Tier

    Ist Ihr eigenes Tier krank oder verletzt, ist eine Tierkranken- oder OP-Versicherung da. Die Ausnahme ist der Forderungsausfall, wenn ein anderer haftet und nicht zahlen kann.

  3. Nicht für Ihren eigenen Sturz

    Stürzen Sie von Ihrem eigenen Pferd, zahlt Ihre Tierhalterhaftpflicht nicht, denn gegen sich selbst haften Sie nicht. Für die Folgen hilft eine private Unfallversicherung.

  4. Neue Tiere melden

    Melden Sie jedes neue Tier gleich, auch einen Wurf oder ein Fohlen. Wie lange Nachwuchs mitläuft, steht unter den häufigen Fragen. Ob ein Vertrag ein anderes neues Tier bis zur Meldung vorläufig mitträgt, steht im Bedingungswerk. Verlassen Sie sich nicht darauf.

  5. Geld mit dem Tier nur in Grenzen

    Je nach Konzept sind bestimmte Tätigkeiten mitversichert, etwa als Therapie- oder Rettungstier, bis zu einem Umsatz von 15.000 bis 25.000 € im Jahr, meist ohne die Extras des Konzepts. Pension, Hundeschule oder Zucht als Betrieb brauchen eine Betriebshaftpflicht.

  6. Bei Hunden zuerst die Rasse

    Die Rasse entscheidet mit, ob ein Vertrag zustande kommt, dazu frühere Vorfälle und behördliche Auflagen. In meinem Vergleich gehen die Wege weit auseinander: Prüfung im Antrag, Einteilung in Rassengruppen oder Listen nicht versicherbarer Rassen. Die kürzeste Liste nennt fünf Rassen, die längste rund neunzig. Bei einem Mischling zählen die Rassen, die in ihm stecken. Klären Sie das vor dem Kauf.

Nicht versichert ist Vorsatz. Reine Vermögensschäden, also Geldverluste ohne Personen- oder Sachschaden, sind nur versichert, wenn Ihr Vertrag sie ausdrücklich einschließt.

Gute Bedingungen

Zuerst zählen die Summe und der Forderungsausfall

Reicht die Summe für einen schweren Personenschaden? Und was leistet Ihr Vertrag, wenn umgekehrt Sie oder Ihr Tier geschädigt werden und der andere nicht zahlen kann? Diese elf Punkte prüfe ich in jedem Angebot. Welcher am schwersten wiegt, entscheiden Ihr Tier und wie Sie es nutzen.

Daran erkennen Sie eine gute Tierhalterhaftpflicht

Elf Kriterien einer guten Tierhalterhaftpflicht und die Warnsignale
Mein MaßstabGuter TarifDaran erkennen Sie esWarnsignal
Versicherungs­summeGuter Tarif: 10 Mio. € pauschal, ohne Limit je verletzter PersonWarnsignal: Nur die Pflichtsumme, Limit je Person
TierhüterGuter Tarif: Auch gewerbliche Tierhüter, zumindest wenn sonst kein Schutz greiftWarnsignal: Nur privates Hüten
Rasse und AuflagenGuter Tarif: Ihr Hund wird angenommen, kein Einwand wegen allgemeinem Leinen- oder MaulkorbzwangWarnsignal: Rasse oder Kreuzung auf der Ausschlussliste
Reitbeteiligung, Verleih, GastreiterGuter Tarif: Eingeschlossen, auch die Ansprüche der Reitbeteiligung selbstWarnsignal: Nur mit Namen, ohne ihre eigenen Ansprüche
Forderungs­ausfallGuter Tarif: Mit Rechtsschutz für den Weg zum Urteil und Extras wie GiftköderWarnsignal: Kein Rechtsschutz, keine Extras
Gemietete und geliehene SachenGuter Tarif: Anhänger, Sattel und Einrichtung der Ferienwohnung mit hohen GrenzenWarnsignal: Niedrige Pauschale, Selbstbehalt an Fahrzeugen
Ausland und KautionGuter Tarif: Weltweit ohne Zeitgrenze, hohe KautionWarnsignal: Außerhalb Europas zeitlich begrenzt, Kaution nur in Europa
NeuwertGuter Tarif: Hohe Grenze, keine Frist ab KaufdatumWarnsignal: Nur 12 Monate ab Kauf, niedrige Grenze
Obliegen­heitenGuter Tarif: Verzicht auf Kürzung, wenn Sie eine Vertragspflicht grob fahrlässig verletzen, etwa durch eine verspätete MeldungWarnsignal: Kein Verzicht, Kürzung nach § 28 VVG
Neue Tiere, Welpen, FohlenGuter Tarif: Welpen 12, Fohlen 18 Monate, klare Regel für neue TiereWarnsignal: Kürzere Fristen, keine Regel
Gewerbliche Neben­tätigkeitGuter Tarif: Ihre Tätigkeit ist genannt, hohe UmsatzgrenzeWarnsignal: Keine Nebentätigkeit versichert

Kaution: Geld, das der Versicherer nach einem Schaden im Ausland für eine behördlich verlangte Sicherheit vorstreckt. Obliegenheit: eine Pflicht aus dem Vertrag, etwa die rechtzeitige Meldung eines Schadens. Neuwert: Ersatz zum Neupreis statt zum Zeitwert. Die Spalte „Guter Tarif“ ist mein Maßstab, Stand 2026, kein Marktstandard. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags.

  1. Drei Angaben im Versicherungsschein

    Gilt die Summe pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden? Steht für einen verletzten Menschen die volle Summe zur Verfügung? Und steht sie im Jahr mehr als einmal zur Verfügung? Die Summe wird im Antrag vereinbart. Eine Pflichtsumme für Hunde ist eine Untergrenze, kein Maßstab.

  2. Forderungsausfall: oft erst nach einem Urteil

    Verletzt ein fremder Hund Ihren Hund und ist dessen Halter weder versichert noch zahlungsfähig, springt Ihr eigener Vertrag ein. Oft müssen Sie den anderen aber erst verklagen und ein Urteil bekommen. Die Kosten dieses Wegs trägt der Rechtsschutz zur Forderungsausfalldeckung, im Rahmen seiner Grenzen und nur, wenn keine eigene Rechtsschutzversicherung zahlt. Fünf der sechs Tarife aus meinem Vergleich haben ihn, teils erst ab einer Mindesthöhe. Einer hat ihn nicht.

  3. Gute Tarife gehen weiter

    Zwei Tarife meines Vergleichs zahlen auch bei Vorsatz des Schädigers, einer auch bei einem Schaden durch ein Fahrzeug. Mehrere übernehmen Kosten durch Giftköder, Pferderipper oder Wolfsriss, je nach Tarif bis 5.000 oder 10.000 €. Keiner hat alles.

  4. Was überall gleich ist

    Flurschäden an Feld und Wiese, Deckschäden durch ungewolltes Decken, tierische Ausscheidungen und Schäden an gemieteten Räumen stehen in allen sechs Tarifen meines Vergleichs, Hundeschule und Hundesport in allen, die Hunde versichern. Zwischen den Konzepten entscheiden sie nichts, gegenüber einem älteren Vertrag oft eine Menge.

Vergleich: Leistungsvergleich Tierhalterhaftpflicht der VEMA, sechs Tarife, darunter fünf Deckungskonzepte der VEMA, Stand September 2026.

Sven Mocho
Mein Rat

Klären Sie zuerst, ob Ihr Tier angenommen wird. Danach kommt es auf Summe und Forderungsausfall an. Als Versicherungssumme empfehle ich 10 Mio. € pauschal.

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Schritt 1: Ihr Tier und Ihren Vertrag ansehen

Tierart, Rasse und wer es hütet oder reitet. Ich sage Ihnen, wo Ihr Vertrag zahlt und wo nicht.

Im Erstgespräch, rund 20 Minuten

Schritt 2: Das Landesrecht prüfen

Ob Ihr Land eine Haftpflicht für Ihren Hund verlangt und welche Mindestsumme.

Melden Sie mir einen Umzug

Schritt 3: Ein Deckungskonzept wählen

Ich bin Mitglied der VEMA und wähle mit Ihnen ein Konzept, das zu Tier und Rasse passt. Manche Konzepte tragen nur Hunde oder nur Pferde.

Mit 10 Mio. € Versicherungssumme

Schritt 4: Ohne Lücke wechseln

Den alten Vertrag kündigen Sie erst, wenn der neue angenommen ist. Den Beginn stimme ich darauf ab, damit keine Lücke entsteht.

Bei Hunden besonders wichtig

Schritt 5: Den Vertrag mit Ihrem Tier mitführen

Melden Sie mir ein neues Tier, einen Wurf, eine Reitbeteiligung, einen Umzug oder eine Auflage der Behörde. Ich gebe es an den Versicherer weiter.

Auch den Schaden melden Sie über mich
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Ihr Check

Wann sich ein Blick auf Ihren Vertrag lohnt und wann nicht

Spricht eher dafür

  • Hund oder Pferd ohne eigenen VertragDie Privathaftpflicht trägt es nicht. Schließen Sie diese Lücke zuerst.
  • Ein Tier, ein Wurf oder ein Fohlen ist dazugekommenMelden Sie es gleich. Nachwuchs läuft nur eine Zeit lang mit, ein anderes neues Tier ist erst sicher versichert, wenn es im Vertrag steht.
  • Jemand reitet regelmäßig Ihr PferdPrüfen Sie, ob die Reitbeteiligung im Vertrag stehen muss und ob ihre eigenen Ansprüche versichert sind.
  • Ihr Vertrag ist schon älterLiegt die Summe unter 10 Mio. € oder fehlt der Rechtsschutz zum Forderungsausfall, zeigt ein Vergleich mit einem aktuellen Deckungskonzept die Lücken.

Spricht eher dagegen

  • Ihr Tier ist ein KleintierKatze, Kaninchen oder Wellensittich trägt Ihre Privathaftpflicht. Bei Esel, Nutztieren oder exotischen Tieren kläre ich den Einzelfall.
  • Sie hüten nur fremde TiereWer gelegentlich und ohne Bezahlung auf einen fremden Hund oder ein fremdes Pferd aufpasst, ist meist über die Tierhalterhaftpflicht des Halters mitversichert, sofern er eine hat. Fehlt sie, springt oft die eigene Privathaftpflicht ein.
  • Ihr Vertrag erfüllt die Prüfliste schonHat er 10 Mio. €, den Forderungsausfall mit Rechtsschutz und die übrigen Punkte, lohnt ein Wechsel für ein paar Euro Beitrag nicht.
  • Sie wollen sich nicht an einen Makler bindenDie Sonderbedingungen der Deckungskonzepte gelten nur, solange ein Makler der VEMA Ihren Vertrag betreut.

Nicht sicher, auf welcher Seite Sie stehen? Das klären wir gemeinsam im Erstgespräch. Erstgespräch anfragen (öffnet in neuem Tab)

Titelseite des Leitfadens „Ihr Tier. Ihre Haftung.“
Lieber erst in Ruhe lesen?

Ihr Tier. Ihre Haftung.

Mein Leitfaden zur Tierhalterhaftpflicht für Hund und Pferd: zwölf Seiten mit Ihrem Wegweiser, der Prüfliste, den Regeln für den Schadenfall und Ihrem Check zum Ausfüllen. Kostenfrei als PDF. In Kürze können Sie ihn hier anfordern, ich schicke ihn Ihnen dann per E-Mail.

In Kürze verfügbar
Häufige Fragen

Ehrliche Antworten

Mein Hund tut nichts – brauche ich das wirklich?

Ja. Ob Ihr Hund sonst friedlich ist, spielt keine Rolle. Nach § 833 BGB haftet, wer ein Tier hält, auch wenn er sich nicht falsch verhalten hat.

Es genügt, dass sich die Unberechenbarkeit des Tieres ausgewirkt hat: Ihr Hund reißt sich los, Ihr Pferd erschrickt und tritt aus. Ob Sie in diesem Moment richtig gehandelt haben, wird nicht geprüft. Die Ausnahme für Tiere, die dem Erwerb dienen, greift beim Familienhund nicht. Und eine Privathaftpflicht schließt Hunde und Pferde aus.

Brauche ich für meine Katze eine Tierhalter­haftpflicht?

Nein. Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und Vögel, die Sie privat halten, sind in der Privathaftpflicht mitversichert. Eine eigene Tierhalterhaftpflicht brauchen Sie für Hunde und Pferde.

Nachlesen können Sie das in Ihrer Privathaftpflicht dort, wo die mitversicherten Tierarten aufgezählt sind. Für Esel oder exotische Tiere kläre ich das im Einzelfall mit dem Versicherer.

Wovon hängt der Beitrag ab?

Am stärksten wirken Tierart und Rasse. Bei Hunden entscheidet die Rasse außerdem mit, ob ein Vertrag überhaupt zustande kommt.

Den Beitrag bestimmen diese Größen:

  • die Tierart und die Zahl der Tiere
  • bei Hunden die Rasse
  • bei Pferden das Stockmaß, also die Widerristhöhe, und die Nutzung
  • die Versicherungssumme und die gewählten Einschlüsse
  • ein etwaiger Selbstbehalt und die Zahlweise

Wählen Sie den Vertrag nicht nach ein paar Euro Beitrag, sondern nach den elf Punkten unter „Gute Bedingungen“.

Ist ein zweites Tier automatisch mitversichert?

Verlassen können Sie sich darauf nicht. Der Vertrag gilt für die Tiere, die darin bezeichnet sind. Der Zweithund, das übernommene Pferd und der Hund aus dem Tierschutz brauchen jeweils eine Meldung.

Für Nachwuchs gibt es eine befristete Erleichterung: In meinem Vergleich sind Welpen bis 12 Monate mitversichert, Fohlen je nach Konzept bis 12 oder 18 Monate. Danach müssen sie im Vertrag stehen, sonst riskieren Sie, im Schadenfall ohne Schutz dazustehen. Rufen Sie bei jedem neuen Tier kurz an.

Gilt der Schutz auch im Urlaub oder auf einem Turnier im Ausland?

In meinem Vergleich ja: In Europa sind Sie bei vorübergehenden Aufenthalten in allen Tarifen ohne Zeitgrenze versichert. Für Fernreisen unterscheiden sich Gebiet und Dauer.

In einem älteren Vertrag kann das enger sein. Kaum jemand denkt außerdem an die Kaution, die eine Behörde nach einem Unfall im Ausland verlangen kann. Gute Versicherer strecken sie vor, in meinem Vergleich zwischen 100.000 und 500.000 €, teils nur innerhalb Europas. Wer regelmäßig mit dem Pferd ins Ausland fährt, klärt das vorher.

Was muss ich nach einem Schaden tun?

Melden Sie jeden Schaden unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, auch wenn noch niemand etwas fordert. Am einfachsten über mich.

  • Entschuldigen dürfen Sie sich. Sagen Sie aber nicht zu, den Schaden zu ersetzen, und zahlen Sie nichts ohne Absprache.
  • Halten Sie Name und Anschrift des Geschädigten und von Zeugen fest, machen Sie Fotos, bei verletzten Tieren gehört die Rechnung des Tierarztes dazu.
  • Gegen einen Mahnbescheid legen Sie fristgerecht Widerspruch ein. Post vom Gericht geben Sie sofort weiter, den Rechtsstreit führt der Versicherer.
  • Schadet Ihnen ein fremdes Tier, notieren Sie den anderen Halter und seine Versicherung. Zahlt er nicht, prüfen wir den Forderungsausfall.
Sven Mocho, Versicherungsmakler aus Ulm
Sven Mocho Fachwirt für Finanzberatung

Noch Fragen? Ich bin persönlich für Sie da.

Montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr beantworte ich Ihre Fragen persönlich. Ein Erstgespräch dauert rund zwanzig Minuten, am Telefon oder per Video. Wenn wir zusammenarbeiten, erreichen Sie mich auch über meine Kundenapp.

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