Die gewerbliche Gebäudeversicherung ist für Gebäude gebaut, deren gewerbliche Nutzung ins Gewicht fällt. Sie richtet sich an den Unternehmer, dem das Gebäude gehört, und an den Eigentümer, der es an Betriebe vermietet. Eine Wohngebäudeversicherung ist dagegen auf Menschen kalkuliert, die darin wohnen.
Mit der gewerblichen Nutzung ändert sich das Risiko grundlegend, etwa durch andere Brandlasten, Maschinen und Lagergut, Kunden und Lieferanten oder Mieter mit einem eigenen Betrieb. Wer ein gewerblich genutztes Objekt trotzdem über eine Wohngebäudepolice absichert, riskiert im Schadenfall die Frage, ob der Vertrag das Risiko überhaupt abbildet.
Versichert ist das Gebäude, nicht das, was darin steht. Betriebseinrichtung und Waren gehören in eine eigene Inhaltsversicherung. Bei fest eingebauten Anlagen lohnt der Blick, in welchem der beiden Verträge sie stehen.
