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Vorsorge & Familie

Weltportfolio in der Fondsrente

Aktiv oder passiv? Ich empfehle in der Fondsrente ein Weltportfolio: weltweit breit gestreut, mit niedrigen Kosten und nach festen Regeln aus der Forschung statt nach Prognosen.

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Zwei Personen am Schreibtisch vor einem Bildschirm mit Weltkarte und Kursverläufen, eine zeigt mit einem Stift auf eine Grafik
Worum es geht

Warum die Fondsauswahl über Ihre Rente mitentscheidet

Die Auswahl der Fonds entscheidet über einen großen Teil dessen, was am Ende als Rente herauskommt. In einer fondsgebundenen Rentenversicherung, kurz Fondsrente oder Fondspolice, fließt der Sparanteil Ihres Beitrags in Investmentfonds. Welche das sind, wählen Sie meist selbst aus dem Angebot des Versicherers.

Den Ansatz klassischer aktiver Fonds halte ich für den falschen Ausgangspunkt, und die Kapitalmarktforschung stützt diese Haltung seit Jahrzehnten. Meinen Weg nenne ich Weltportfolio, und jede Fondsrente, die ich vermittle, richte ich danach aus.

Das Weltportfolio setze ich ausschließlich in der Fondsrente ein, also dort, wo Sie für Ihr Alter vorsorgen. Eine Geldanlage außerhalb der Altersvorsorge vermittle ich nicht.

Ihre Entscheidung

Wann das Weltportfolio passt und wann nicht

Spricht eher dafür

  • Sie sorgen für Ihr Alter vorDas Weltportfolio setze ich ausschließlich in der Fondsrente ein. Der Versicherungsmantel bringt steuerliche Vorteile und die lebenslange Rente mit, die Ihnen das Risiko abnimmt, dass das Geld im hohen Alter ausgeht. Dafür kommen die Kosten des Versicherungsvertrags zu den Fondskosten hinzu. Ob die Vorteile sie aufwiegen, rechne ich mit Ihnen durch.
  • Bis zur Rente bleiben JahrzehnteEine Faktorstrategie sollte man nicht über weniger als zehn bis fünfzehn Jahre beurteilen. Für eine Altersvorsorge mit Jahrzehnten bis zum Rentenbeginn passt das.
  • Sie möchten nicht auf Prognosen setzenDas Weltportfolio streut über tausende Unternehmen auf der ganzen Welt und folgt festen Regeln aus der Forschung. Wetten auf einzelne Länder, Branchen oder Aktien gehören nicht dazu.
  • Hohe Fondskosten wollen Sie vermeidenIn einer Auswertung von US-Fonds erwiesen sich niedrige Kosten als der verlässlichste Erfolgsfaktor. Mit seinen laufenden Kosten liegt ein Faktorfonds näher an einem Indexfonds als an einem klassischen aktiven Fonds.

Spricht eher dagegen

  • Sie brauchen das Geld in wenigen JahrenFür Geld, das Sie in wenigen Jahren brauchen, passt eine Faktorstrategie nicht. Auch ein weltweit gestreutes Aktienportfolio schwankt mit dem Markt, auch deutlich.
  • Lange Durststrecken halten Sie nicht ausEin Faktorfonds weicht bewusst vom Markt ab, und diese Abweichung kann über viele Jahre negativ ausfallen. Wer in einer schwachen Phase aussteigt, nimmt eine mögliche Prämie nicht mit.
  • Sie erwarten eine sichere MehrrenditeDie höhere erwartete Rendite ist ein statistischer Erwartungswert und keine Zusage. Wie groß die Prämien künftig ausfallen, ist in der Forschung offen.
  • Für Sie zählt allein die niedrigste KostenquoteBei der Kostenquote ist ein breiter Welt-ETF günstiger als ein Faktorfonds. Ob ein Faktorfonds seine Mehrkosten wieder hereinholt, zeigt sich erst über lange Zeiträume.

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Der Vergleich

Drei Wege, in Aktien anzulegen

Zwischen dem klassischen aktiven Fonds und dem Indexfonds gibt es einen dritten Weg. Die drei unterscheiden sich im Ziel, im Vorgehen und in den Kosten. Die Kostenangaben zeigen die übliche Größenordnung der laufenden Fondskosten im Jahr, für ETF und Faktorfonds mit Stand Juli bis September 2026.

Aktiver Fonds

Sein Ziel ist, den Markt zu schlagen. Ein Fondsmanager wählt einzelne Aktien aus, versucht den richtigen Zeitpunkt zu treffen und handelt nach seiner Einschätzung. Die laufenden Kosten liegen oft bei 1,5 Prozent im Jahr und mehr. Das Ergebnis kann stark vom Markt abweichen, und zwar in eine Richtung, die sich nicht vorhersagen lässt.

Indexfonds (ETF)

Er bildet einen Index wie den MSCI World nach und liefert dessen Rendite abzüglich geringer Kosten, bei breiten Welt-ETFs etwa 0,07 bis 0,20 Prozent im Jahr. Umgeschichtet wird an den festen Stichtagen, an denen der Index angepasst wird. Von seinem Index weicht er kaum ab, und das ist gewollt.

Systematischer Faktorfonds

Er arbeitet ohne Prognosen, aber nach festen Regeln, die sich auf Forschungsergebnisse stützen. Stärker gewichtet werden Unternehmen, denen die Forschung eine höhere erwartete Rendite zuschreibt, unter anderem kleinere, günstig bewertete und besonders profitable. Die laufenden Kosten liegen etwa bei 0,26 bis 0,45 Prozent im Jahr. Die Abweichung vom Markt ist gewollt und kann über viele Jahre auch negativ ausfallen.

Die Forschung

Was die Zahlen über aktive Fonds zeigen

Ob sich aktives Fondsmanagement für Anleger lohnt, ist gründlich untersucht. Die Ergebnisse weisen über Regionen und Zeiträume hinweg in dieselbe Richtung, bei Aktienfonds besonders deutlich.

Rund 98 Prozent der aktiven globalen Aktienfonds verfehlten über zehn Jahre ihren Index

Von den auf Euro lautenden aktiven Fonds für globale Aktien haben rund 98 Prozent über zehn Jahre ihren Vergleichsindex verfehlt. Fast vier von zehn dieser Fonds gab es nach zehn Jahren nicht mehr. Bei Fonds für US- und europäische Aktien sieht es kaum anders aus.

Niedrige Kosten helfen am verlässlichsten

In einer Auswertung von US-Fonds erwiesen sich niedrige Kosten als der verlässlichste Erfolgsfaktor. Über zehn Jahre hat dort nur rund ein Viertel der aktiven Fonds vergleichbare Indexfonds geschlagen. Günstige aktive Fonds schneiden in derselben Auswertung besser ab als teure.

Die Rechnung dahinter

Nach Kosten bleibt aktiv angelegtes Geld im Durchschnitt hinter passiv angelegtem zurück, wie der Nobelpreisträger William Sharpe 1991 vorgerechnet hat. Alle Anleger zusammen besitzen den Markt und erzielen vor Kosten im Durchschnitt dessen Rendite. Da die passiven Anleger diese Marktrendite erhalten, erzielen auch die aktiven zusammen vor Kosten genau sie, tragen aber höhere Kosten. Ganz streng gilt die Rechnung nicht, weil auch passive Anleger handeln, etwa bei Indexumstellungen. An der Grundaussage ändert das wenig.

Quellen: S&P Dow Jones Indices, SPIVA Europe, Stand 31.12.2025 (auf Euro lautende Fonds, Zeitraum zehn Jahre); Morningstar Active/Passive Barometer, US-Fonds, Stand 30.06.2026 (Anteil aktiver Fonds: Zeitraum zehn Jahre); William F. Sharpe, „The Arithmetic of Active Management“, 1991; Lasse H. Pedersen, 2018. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Die Faktoren

Woher eine höhere erwartete Rendite kommt

Faktoren sind Merkmale von Unternehmen, die langfristig mit einer höheren erwarteten Rendite einhergehen. Die Grundlagen stammen unter anderem von Eugene Fama und Kenneth French, die Bedeutung der Profitabilität hat Robert Novy-Marx 2013 gezeigt.

Größe

Kleinere Unternehmen haben eine höhere erwartete Rendite als große.

Relativer Preis

Günstig bewertete Unternehmen haben eine höhere erwartete Rendite als teuer bewertete. Gemessen wird das am Kurs im Verhältnis zum Buchwert, also zum Eigenkapital laut Bilanz. In der Fachsprache heißt dieser Faktor Value.

Profitabilität

Hoch profitable Unternehmen haben eine höhere erwartete Rendite als wenig profitable. Die Profitabilität ist das Qualitätsmerkmal in dieser Reihe und wirkt auch für sich allein, bei großen wie bei kleinen Unternehmen. Zusammen mit Value trennt sie unter den günstig bewerteten Unternehmen zudem die ertragsstarken von den schwachen.

Investment

Für Unternehmen, die wenig investieren und deren Bilanz nur langsam wächst, liegt die erwartete Rendite höher als für solche, die stark investieren.

Die Faktorfonds, die ich empfehle, gewichten solche Unternehmen stärker und bleiben dabei über tausende Titel gestreut.

Die Grenzen

Was Faktoren nicht versprechen

Den Renditevorsprung eines Faktors nennt man Prämie. Ob und wann sie sich einstellt, kann niemand zusagen. Die Schwächen dieses Ansatzes sollten Sie kennen, bevor Sie sich entscheiden.

Lange Durststrecken

Ein Faktorfonds weicht bewusst vom Markt ab, und diese Abweichung kann über viele Jahre negativ ausfallen. Wer ihn wählt, muss aushalten können, lange Zeit hinter einem bekannten Index wie dem MSCI World zu liegen.

Unsichere Prämien

Wie groß die Prämien künftig ausfallen, ist in der Forschung offen, deshalb setze ich auf mehrere Faktoren zugleich, damit nicht alles an einem hängt. Bei großen Unternehmen lag der Vorsprung der günstig bewerteten vor den teuer bewerteten von 1963 bis 1991 bei 4,3 Prozent im Jahr. Von 1991 bis 2019 waren es nur noch 0,6 Prozent (Fama und French, 2021). Ob die Prämie tatsächlich kleiner geworden ist, lässt sich statistisch nicht sicher sagen. Bekannte Renditemuster schwächen sich nach ihrer Veröffentlichung ab, in einer Untersuchung von 97 Mustern im Durchschnitt um 58 Prozent (McLean und Pontiff, 2016).

Ein langer Anlagehorizont

Eine Faktorstrategie sollte man nicht über weniger als zehn bis fünfzehn Jahre beurteilen. Für eine Altersvorsorge mit Jahrzehnten bis zum Rentenbeginn passt das, für Geld, das Sie in wenigen Jahren brauchen, dagegen nicht.

Das Durchhalten

Das größte praktische Risiko liegt im eigenen Verhalten. Wer jahrelang hinter dem bekannten Index liegt, steigt in einer schwachen Phase leicht aus. Dann hält er die Strategie nicht lange genug durch, um eine mögliche Prämie mitzunehmen. Ich spreche das vor dem Abschluss an.

Quellen: Eugene F. Fama und Kenneth R. French, „The Value Premium“, 2021; R. David McLean und Jeffrey Pontiff, Journal of Finance, 2016. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Die Streuung

Wie viele Unternehmen in einem Weltportfolio stecken

Die Fonds, die ich empfehle, streuen deutlich breiter als der bekannte MSCI World. Dieser Index enthält rund 1.300 große und mittlere Unternehmen aus 23 Industrieländern. Ein Weltaktienfonds, der nur in Industrieländern anlegt und den ich empfehle, hält rund 7.700 Aktien, der Aktienteil eines gemischten Fonds über 12.000. Darunter sind auch kleinere Unternehmen und je nach Fonds solche aus Schwellenländern.

Es gibt allerdings auch sehr breite Welt-ETFs auf Indizes mit rund 8.000 Titeln, etwa den MSCI ACWI IMI. Gemessen an der Zahl der Unternehmen ist der Unterschied zu ihnen gering. Mit den Fonds, die ich empfehle, hängt Ihre Altersvorsorge an der Entwicklung sehr vieler Unternehmen und nicht an wenigen Konzernen.

Beim USA-Anteil sollten Sie zwischen diesen Fonds und dem MSCI World keine großen Unterschiede erwarten. Die Vereinigten Staaten stellen den größten Teil des Weltaktienmarkts. Bei Ansätzen, die sich am Börsenwert der Unternehmen orientieren, liegt ihr Anteil deshalb zwischen rund 60 und 72 Prozent. Das gilt für den MSCI World ebenso wie für die Faktorfonds, die ich empfehle.

Quellen: Indexdaten zu MSCI World und MSCI ACWI IMI, Stand 31.07.2026; Fondsdaten, Stand 31.12.2025 und 25.09.2026.

Der Mantel

Warum das Weltportfolio in die Fondsrente gehört

Ich setze das Weltportfolio in der Fondsrente um, weil der Versicherungsmantel steuerliche Vorteile und Leistungen mitbringt, die eine Anlage außerhalb eines Versicherungsvertrags so nicht hat. Die Erträge werden erst bei der Auszahlung besteuert.

Wird das Kapital ab dem 62. Geburtstag (bei Verträgen bis Ende 2011 ab dem 60. Geburtstag) und nach mindestens zwölf Jahren Laufzeit ausgezahlt, ist nur die Hälfte des Ertrags mit Ihrem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Als Ertrag gilt dabei die Auszahlung abzüglich der eingezahlten Beiträge.

Wer die lebenslange Rente wählt, versteuert nur ihren Ertragsanteil, bei Rentenbeginn mit 65 derzeit 18 Prozent der Rente. Ihre persönliche Steuerlage klärt Ihr Steuerberater.

Kosten entstehen dabei nicht nur dort, wo sie im Factsheet eines Fonds stehen. Das jährliche Rebalancing, also das Wiederherstellen der gewählten Mischung aus Aktien und Anleihen, läuft in der Fondsrente innerhalb des Vertrags. In den Fondsrenten, die ich empfehle, geschieht das automatisch und ohne Ausgabeaufschlag.

Steuer fällt beim Rebalancing im Vertrag nicht an, versteuert wird erst die Auszahlung. Außerhalb eines Versicherungsvertrags bedeutet dieselbe Umschichtung dagegen Verkäufe und Käufe, mit möglichen Handelskosten und Abgeltungsteuer auf realisierte Gewinne.

Auch das eigene Verhalten kostet Geld, und das steht in keinem Factsheet. In der Fondsrente wählen Sie aus einer Fondspalette und nicht aus einzelnen Aktien, und Änderungen an der Aufteilung können Sie vorher mit mir besprechen. Nach meiner Erfahrung hilft das, nicht auf gute Geschichten zu setzen oder in einer schwachen Phase umzuschichten.

Der Mantel bringt außerdem die lebenslange Rente mit, die Ihnen das Risiko abnimmt, dass das Geld im hohen Alter ausgeht. Dazu kommt ein Rentenfaktor, also die Monatsrente je 10.000 Euro Guthaben, dessen Höhe und Garantie jeder Tarif anders regelt.

Über eine lange Laufzeit können diese Vorteile die Kosten des Versicherungsvertrags aufwiegen, die zu den Fondskosten hinzukommen. Ob sie das in Ihrem Fall tun, zeigt erst der Vergleich der Gesamtkosten mit diesen Vorteilen, und den rechne ich mit Ihnen durch.

Warum über einen Makler

Was ich bei Ihrem Weltportfolio prüfe

Fonds wähle ich mit Ihnen ausschließlich innerhalb der Fondsrente aus der Palette des Versicherers aus. Renditezusagen und Aussagen zum richtigen Einstiegszeitpunkt bekommen Sie von mir nicht, dafür eine Aufteilung, die zu Ihrem Anlagehorizont passt.

Über mich
Anlagehorizont

Der Zeitraum bestimmt die Fonds

Wie viele Jahre bis zum Rentenbeginn bleiben und welche Schwankungen Sie aushalten, klären wir zuerst. Davon hängt ab, wie hoch der Aktienanteil sein kann und ob eine Faktorstrategie zu Ihnen passt. In meinem Konzept wird diese Aufteilung jedes Jahr automatisch wiederhergestellt.

Fondsauswahl

Breit gestreut und nach Regeln

Ich prüfe, ob die Palette eines Tarifs weltweit breit gestreute, systematisch anlegende Fonds enthält, und stelle die Aufteilung danach mit Ihnen zusammen. Wetten auf einzelne Länder, Branchen oder Aktien gehören nicht dazu.

Kosten

Erst die Summe zählt

Ich rechne die laufenden Kosten der Fonds mit denen des Versicherungsvertrags zusammen und prüfe im Tarif, ob Fondswechsel kostenfrei sind und welche Kosten in der Rentenphase anfallen. So wissen Sie, was die Fondsrente Sie insgesamt kostet.

Sven Mocho, Versicherungsmakler aus Ulm
Sven Mocho Fachwirt für Finanzberatung

Noch Fragen? Ich bin persönlich für Sie da.

Montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr beantworte ich Ihre Fragen persönlich. Ein Erstgespräch dauert rund zwanzig Minuten, am Telefon oder per Video.

Häufige Fragen

Ehrliche Antworten

Kann ich nicht einfach die besten Fonds der letzten Jahre wählen?

Gute Vergangenheitswerte sind ein schwaches Auswahlkriterium, denn die kleine Gruppe der Fonds, die ihren Vergleichsindex schlägt, wechselt von Zeitraum zu Zeitraum.

Der Gedanke liegt nahe, trägt aber nicht weit. Ich achte stattdessen auf das, was sich vorher wissen lässt:

  • wie breit ein Fonds streut
  • nach welchen Regeln er anlegt
  • was er kostet

Was passiert mit meiner Fondsrente, wenn die Börse einbricht?

Ein weltweit gestreutes Aktienportfolio schwankt mit dem Markt, auch deutlich. Die breite Streuung begrenzt die Folgen, wenn einzelne Unternehmen ausfallen, schützt aber nicht vor Schwankungen des ganzen Markts.

Es kommt deshalb darauf an, dass der Aktienanteil von Anfang an zu Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Bereitschaft passt, Schwankungen auszuhalten. Zwei Regelungen spielen dabei eine Rolle:

  • Rebalancing: In meinem Konzept ist ein jährliches Rebalancing vereinbart. Es läuft automatisch und ohne Ausgabeaufschlag und stellt die gewählte Gewichtung von Aktien und Anleihen wieder her, damit das Verhältnis von Chance und Schwankung so bleibt, wie Sie es gewählt haben.
  • Ablaufmanagement: Ob ein Tarif außerdem das Risiko in den Jahren vor dem Rentenbeginn schrittweise verringert, ist von Vertrag zu Vertrag verschieden. Das lese ich im Vertrag nach.

Ist ein Faktorfonds nicht auch ein aktiver Fonds?

Rechtlich meist ja, denn er bildet keinen Index nach. In der Arbeitsweise unterscheidet er sich aber grundlegend von einem klassischen aktiven Fonds.

  • Er kommt ohne Prognosen, ohne Wetten auf einzelne Aktien und ohne Versuch aus, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu treffen.
  • Er folgt wissenschaftlich begründeten Regeln.
  • Mit seinen laufenden Kosten liegt er näher an einem Indexfonds als an einem klassischen aktiven Fonds.

Weil er rechtlich meist als aktiv gilt, kann er in Statistiken über aktive Fonds mitgezählt sein. Die Zahlen gegen aktive Fonds treffen also nicht automatisch jeden Ansatz, sie sprechen vor allem gegen hohe Kosten.

Ist ein Faktorfonds teurer als ein ETF?

Bei der Kostenquote, also den laufenden Fondskosten, ja, ein breiter Welt-ETF ist günstiger. Die Handelskosten tauchen allerdings in keiner Kostenquote auf.

  • Indexfonds: Sie müssen an festen Stichtagen kaufen und verkaufen und zahlen dabei oft ungünstige Kurse. Eine wissenschaftliche Studie hat diese versteckten Kosten je nach Index auf etwa 0,2 bis 0,8 Prozent im Jahr geschätzt (Antti Petajisto, 2011, US-Indizes 1990 bis 2005).
  • Faktorfonds: Auch er hat Handelskosten, kann aber täglich kaufen und verkaufen, ohne an Index-Stichtage gebunden zu sein.

Bei breiten Weltindizes fallen die versteckten Kosten geringer aus als bei Indizes kleinerer Unternehmen. Ob ein Faktorfonds seine Mehrkosten wieder hereinholt, zeigt sich erst über lange Zeiträume.

Kann ich die Fonds später wechseln?

In aller Regel ja, denn Fondswechsel gehören in der Fondsrente zu den üblichen Gestaltungsmöglichkeiten, sowohl für das vorhandene Guthaben als auch für künftige Beiträge.

  • In den Fondsrenten, die ich empfehle, kostet ein Wechsel keinen Ausgabeaufschlag.
  • Solange das Geld im Vertrag bleibt, fällt keine Steuer an.
  • Wie oft Sie wechseln können und ob darüber hinaus Gebühren anfallen, steht im Tarif.

Wer seine Aufteilung ändern will, etwa weil der Rentenbeginn näher rückt, bespricht das am besten mit mir, bevor er umschichtet.

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